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Sobrigau

1. urkundliche Erwähnung: 1288
 
Name: altslaw. Sobligor = die Abseitswohnenden
 
geographische Lage: nördöstlich von Kreischa
 
Dorfform: Rundling (Rundplatzdorf)


Sobrigau liegt 75 m über der Lockwitztalaue auf einer Hochfläche, die aus einer kreidezeitlichen Sandsteinplatte mit Lößlehmbedeckung besteht. Diese geologische Besonderheit ermöglichte von alters her einen ertragreichen Ackerbau, so dass sich Jahrhunderte vor der ersten urkundlichen Erwähnung slawische und später frühdeutsche Siedler dort ansässig machten. Darauf weisen freigelegte Skelettgräber hin, die auch Keramikbeigaben, ein Rebmesser, welches auf Weinbau hindeutet, und einen Fingerring enthielten. 

1309 besaß das Zisterzienserkloster Altzella einen Wirtschaftshof in Leubnitz, von wo aus in Sobrigau ein Weinberg (der heutige geschützte Streuobsthang unter Sobrigau nach der Lockwitzstraße zu) und ein Weingut angelegt wurden.

Grundherrlich gehört Sobrigau zum Rittergut Borthen. Das Dorfbild ist geprägt durch mehrere gut erhaltene denkmalgeschützte Bauernhöfe, die z.T. bis ins 17. Jh. zurückgehen. Der Ort ist nach Leubnitz-Neuostra gepfarrt und hatte schon 1718 ein eigenes Schulwesen. 1839 wurde ein neues Schulhaus am Wege nach Babisnau errichtet (Schulbetrieb bis Anfang der 50er Jahre). 1994 trat Sobrigau der Gemeinde Kreischa bei.

Zum Dorf Sobrigau gehören die an der Lockwitztalstraße gelegene ehemalige Schokoladenfabrik Rüger, das Sechsfamilienhaus "Sechserhaus" und die Hummelmühle.

Die weit bekannte Rügersche Schokoladenfabrik wurde 1838 von Otto Rüger gegründet. Sie fertigte neben der berühmten Hansi-Schokolade u.a. Pfefferkuchen, Mandelgebäck, Malze, Marzipan und Honigkuchen. Otto Rügers soziale Grundhaltung schuf durch die Einrichtung einer Kranken- und Altersversorgungskasse, Werkessen, sanitärer Anlagen, einer Fabrikbibliothek und eines Kindergartens ein Musterbeispiel der Arbeiterfürsorge. Er war führend an der Verkehrserschließung des Lockwitztales beteiligt.

Nach Verlagerung der Produktion ins Böhmische wurde die Fabrikation im Lockwitzgrund eingestellt. In die Gebäude wurden Wohnungen eingebaut. Die Gemeinde Sobrigau verwaltete den Komplex bis zur Wende. 1992 erhielten die Rügerschen Erben das väterliche Eigentum zurück und verkauften es 1995 an die EURAG Bauträger AG. Seitdem entstand der Wohnpark "Lockwitztalaue".

Die Hummelmühle liegt westlich der Rügerfabrik. Sie wird 1571 erstmals als Getreidemühle erwähnt. Ihr Name geht auf die Flurbezeichnung homel = Hügel zurück. Seit 1858 ist sie im Besitz der Familie Opitz und deren Nachkommen. Neben dem Mahlbetrieb gab es eine Brot-Bäckerei und eine Gastwirtschaft, die ein beliebtes Ausflugsziel war. Nach der Wende wurde das Mahlwerk, das seit 1969 Mischfutter herstellte, stillgelegt und der Mühlenteil an den ortsansässigen Gewerbebetrieb moto-in der Familie Thomas verkauft. Heute ist sie in privatem Besitz.

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