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Kommunale Wärmeplanung

Kreischa geht neue Wege in der Wärmeversorgung: Kommunale Wärmeplanung mit SachsenEnergie

Kommunale Wärmeplanung für Kreischa beschlossen

Der Gemeinderat Kreischa hat die Kommunale Wärmeplanung in der Sitzung am 28.09.2026 beschlossen. Damit liegt erstmals eine strategische Grundlage vor, wie die Wärmeversorgung der Gemeinde bis zum Jahr 2045 schrittweise treibhausgasneutral gestaltet werden kann. Die Planung wurde gemeinsam mit SachsenEnergie AG erarbeitet.

Bürgermeister Frank Schöning begrüßt den Abschluss des Projekts: „Mit dem erstellten Wärmeplan schaffen wir Orientierung für uns als Kommune, für ortsansässige Unternehmen sowie für unsere Bürgerinnen und Bürger. Er zeigt mögliche Entwicklungspfade für die zukünftige Wärmeversorgung auf und bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung der Wärmewende in Kreischa.“

Im Rahmen der Wärmeplanung wurden die bestehende Wärmeversorgung, die Energieinfrastruktur sowie Potenziale für Energieeinsparungen und erneuerbare Energien untersucht. Auf dieser Grundlage entstand ein Zielbild für die Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045.

Die Ergebnisse zeigen:
Für die zukünftige Wärmeversorgung wird es keinen einheitlichen Lösungsweg für das gesamte Gemeindegebiet geben. Vielmehr wird künftig ein Mix verschiedener Technologien eine Rolle spielen. In vielen Bereichen werden dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen voraussichtlich die wichtigste Rolle übernehmen. Das Gebiet rund um den geplanten Schulcampus bringt durch seine dichte Bebauungsstruktur sowie einer Vielzahl an öffentlich und gewerblich genutzten Gebäuden gute Voraussetzungen für ein Nahwärmenetz mit. Darüber hinaus bietet der Ortsteil Saida durch die Kombination aus lockerer Wohnbebauung und Gewerbe ein vielversprechendes Potenzial für die Umsetzung eines gemeinschaftlichen Nahwärmenetzes. Die Trägerschaft könnte dabei durch eine Bürgergemeinschaft übernommen werden.

Auch die Nutzung einer künftigen Wasserstoffinfrastruktur wurde in die Betrachtungen einbezogen. Aufgrund weiterhin offener Fragen zu Verfügbarkeit, Preisentwicklung und regulatorischen Rahmenbedingungen stellt dies jedoch lediglich ein mögliches Entwicklungsszenario dar.

Wichtig für Bürgerinnen und Bürger:
Die Kommunale Wärmeplanung verpflichtet nicht zum Heizungstausch und trifft keine verbindlichen Festlegungen für einzelne Gebäude. Sie dient vielmehr als Orientierung und zeigt auf, welche Wärmeversorgungsoptionen in den verschiedenen Bereichen der Gemeinde zukünftig besonders geeignet sein könnten.

Mit dem Beschluss ist die Erstellung der Wärmeplanung abgeschlossen. Die Gemeinde wird die Ergebnisse bei zukünftigen Entscheidungen berücksichtigen und den Wärmeplan entsprechend den gesetzlichen Vorgaben regelmäßig fortschreiben. Die vollständige Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Kreischa und eine Kurzfassung der Ergebnisse stehen hier zum Download bereit:

Kommunaler Wärmeplan Kreischa (PDF)
Kurzfassung Kommunaler Wärmeplan (PDF)

Häufige Fragen zur Kommunalen Wärmeplanung
Hinweis: Die Angaben erfolgen ohne Gewähr. Diese Ausführungen ersetzen keine Rechtsberatung oder individuelle Energieberatung.

Welche Bedeutung hat die Wärmeplanung für mich?
Die Kommunale Wärmeplanung bietet Bürgerinnen und Bürgern Orientierung für die zukünftige Wärmeversorgung in Kreischa. Sie zeigt auf, welche Versorgungsoptionen in verschiedenen Gebieten langfristig besonders geeignet sein könnten und unterstützt damit bei zukünftigen Investitionsentscheidungen. Gleichzeitig schafft sie Transparenz und Planungssicherheit, ohne konkrete Vorgaben für einzelne Gebäude oder Heizungsanlagen zu machen.

Muss ich meine Heizung jetzt austauschen?
Nein. Die Kommunale Wärmeplanung allein verpflichtet Bürgerinnen und Bürger nicht dazu, ihre bestehende Heizung auszutauschen oder kurzfristig Maßnahmen umzusetzen. Der Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument der Stadt und keine verbindliche Vorgabe für einzelne Gebäude.
Die Gemeinde Kreischa informiert frühzeitig über weitere Schritte und Entwicklungen. Ziel der Wärmeplanung ist es, Transparenz zu schaffen und eine vorausschauende Planung zu ermöglichen – nicht, kurzfristige Entscheidungen oder Investitionen zu erzwingen.

Ist bereits entschieden, wie mein Gebäude künftig versorgt wird?
Nein. Die Wärmeplanung zeigt mögliche Versorgungsoptionen auf, trifft aber keine verbindlichen Festlegungen für einzelne Grundstücke oder Gebäude.

Wo finde ich die Ergebnisse für meinen Ortsteil?
Im vollständigen Wärmeplan und dem zugehörigen Kartenmaterial.

An wen kann ich mich bei Fragen rund um die Kommunale Wärmeplanung in Kreischa wenden?

Ihr Kontakt in der Gemeindeverwaltung Kreischa:

Gemeinde Kreischa
Bau und Bürger
E-Mail: post@kreischa.de
Telefon: 035206 209-0 

Bitte beachten Sie, dass in diesem Rahmen keine individuelle Energieberatung erfolgen kann.

Nationale Klimaschutzinitiative 
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. 

Förderhinweis zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier


Bürger bekamen Einblicke in die zukünftige Wärmeversorgung der Gemeinde

Am 20. Mai 2026 fand im Vereinshaus Kreischa eine Bürgerinformationsveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung statt. In der Zeit von 18:00 Uhr bis etwa 19:30 Uhr informierten sich Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand der Planung und nutzten die Möglichkeit zum Austausch. Die Veranstaltung wurde von der Gemeinde Kreischa gemeinsam mit SachsenEnergie durchgeführt.

Die Kommunale Wärmeplanung dient als strategische Grundlage für eine langfristig treibhausgasarme und perspektivisch klimaneutrale sowie effiziente Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. Die vorgestellten Analysen zeigen, dass der derzeitige Wärmebedarf in Kreischa bei rund 56 Gigawattstunden pro Jahr liegt und aktuell überwiegend durch fossile Energieträger gedeckt wird.
Für die zukünftige Wärmeversorgung kommen – je nach Gebiet – unterschiedliche Lösungen in Betracht, darunter Wärmenetze, perspektivische Lösungen auf Basis bestehender Gasnetze sowie dezentrale Versorgungsformen wie Wärmepumpen oder Solarenergie.
Die Kommunale Wärmeplanung hat keine unmittelbare rechtliche Wirkung für einzelne Gebäude, bietet jedoch eine wichtige Orientierung für zukünftige Investitionsentscheidungen.
Im Anschluss an die Präsentation bestand die Möglichkeit, individuelle Fragen an Thementischen zu klären.

Weitere Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung mit SachsenEnergie: www.sachsenenergie.de/waermeplanung

Nationale Klimaschutzinitiative 
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. 

Förderhinweis zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie hier