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Wetter

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Kreischa mit Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf im Ev. - Luth. Kirchspiel Kreischa - Seifersdorf

Jahreslosung 2016

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
                            

Jesaja 66, 13

 


 

Unterm Kirchturm ist was los: Paddelrüstzeit in Mecklenburg

Nun sind die Ferien für viele in vollem Gange und wenn Sie diese Zeilen lesen, dann werden die meisten Familien und Jugendlichen auch auf spannende Erlebnisse und Reisen zurückblicken können. Wir als Kirchgemeinde hatten uns auch aufgemacht: Auf nach Mecklenburg zur Paddelrüstzeit. Insgesamt 14 Personen aus allen 5 Gemeinden unseres Kirchspiels im Alter von 15-17 Jahren hatten sich pünktlich zum ersten Ferientag am 25.06. im Pfarrhaus Kreischa eingefunden. Mit zwei ausgeliehenen Autos ging es bei guter Fahrt bis nach Wustrow, ganz in der Nähe von Neustrelitz.

Wustrow war unser Anfangs- und Endzeltplatz. Von hier aus paddelten wir eine schöne Rundtour: Klenzsee – Gobenowsee – Rätzsee – Vilzsee – Labussee – Canower See – Kleiner & Großer Pälitzsee – Ellbogensee – Ziernsee – Menowsee – Röblinsee – Schwedtsee – Großer Priepertsee – Drewensee – Plätlinsee. Kurz: 16 Seen, viele Kanäle, 7 Tage bei Wind und Wetter nur in Gottes schöner Natur… Da gab es viel zu erleben und zu sehen.

Natürlich mussten wir uns erstmal einpaddeln und die richtige Besetzung für unsere Kanadier finden. Für manche war es ohnehin das erste Mal, dass sie in einem Paddelboot saßen. Auch das Lenken musste demzufolge probiert werden – learning by doing! Und zugegeben: Blasen gab‘s auch.
Aber das hatten wir alles bald ganz gut herausgefunden und konnten dann die ausgesprochen schöne Natur von den Seen aus genießen. Das Wetter verwöhnte uns. Geregnet hat es nur nachts, am Tag schien fast immer die Sonne oder wir sahen herrliche Wolkenstimmungen am Himmel. Der Wind blies uns zu weilen auch ordentlich um die Ohren. Als wir den Ellbogensee entlang paddelten, war es fast, als würden wir uns durch einen Uhu-Kleber-See durchkämpfen. Und der Plätlinsee war mit einem Wind und Wellen gesegnet, dass es manche von uns ins Schilf abtrieb. Doch das macht ja auch ein gewisses Abenteuergefühl aus.

Die größte Sorge von uns beiden Leitern (Fr. Wrana und ich) war eine andere: Bekommen wir unsere Jugendlichen auch satt? In der Natur gibt’s keinen Diska, nicht jeder Zeltplatz hat auch einen Bratwurststand… für mehrere Tage hatten wir zwar Essen eingeplant und in unseren Booten verfrachtet, aber ob es reichen würde? Tütensuppe mit Würstchen? Ich sag’s mal so: Verhungert ist keiner und mehr als 5 Kilo hat garantiert auch kein Teilnehmer verloren. Aber die (Vor-)Freude der Jugendlichen auf ein saftiges Steak oder schmackhaftes „Fleisch“ nahm mit jedem Tag zu. Und bei erstbester Gelegenheit wanderten die Schnitzelchen auch in die Mägen.

Und sonst: Wir haben sehr viel gesehen. Fürstenberg und Wesenberg, das KZ Ravensbrück mit seiner dunklen Geschichte, urige Kanäle – besonders der Schwanenkanal war ein wirkliches Erlebnis. Dankbar bin ich vor allem für die gute Gemeinschaft, die wir all die Tage hatten. Die Bootsbesetzungen hinzubekommen, war kein Problem; wenn es darum ging, die Boote ein Stück zu tragen, fassten alle mit an. Keine Eskapaden oder Jugendliche auf Egotrip, keine(r) der in irgendeiner Weise gemobbt wurde.
Es gab keinen Erfolgsdruck, dass wir pro Tag mindestens eine Summe an Kilometern geschafft haben müssen: Wenn uns danach war, eine Pause zu machen oder bei der Hitze baden zu gehen, war das möglich. Und wenn uns die Puste ausgegangen war, hatten wir auch schnell raus, bei wem von uns sich die Motorbootfahrer erweichen lassen um uns ein Stück mitzunehmen – was aussah, als würde eine Entenmama mit ihren Kindern über den See schwimmen.

Morgens lasen wir die Herrenhuter Losungen und machten sie zum Motto des Tages (erstaunlich, wie so mancher Spruch auch für einen Tag passt!). Abends saßen wir lange zusammen, spielten Wikingerschach, Karten oder andere Spiele, hörten Musik, machten Lagerfeuer oder angelten. Und wir lachten unwahrscheinlich viel. Schade, dass man scheinbar doch umso älter man wird, umso weniger lacht (oder zu lachen hat?). Dabei kann man gerade hier einmal richtig auftanken. Wir jedenfalls hatten viel Freude und eine behütete, glückliche Rüstzeit!

Konrad Adolph


 

Aktion „Licht an für Menschlichkeit“

Am Sonntagabend eine Kerze ins Fenster stellen

Angesichts der angespannten gesellschaftlichen Lage und der zunehmend aggressiver werdenden Auseinandersetzungen um Fragen der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik haben die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das katholische Bistum Dresden-Meißen in Dresden gemeinsam zu einem respektvollen Umgang innerhalb unserer Gesellschaft, insbesondere gegenüber Notleidenden, aufgerufen.

Die Kirchen laden alle dazu ein, mit einer Kerze im Fenster an jedem Sonntagabend ein Zeichen der ganz persönlichen Zustimmung zu einem menschlichen Umgang miteinander zu setzen. Darüber hinaus kann die Aktion mit Plakaten, Postkarten und Aufklebern verbreitet und unterstützt werden. 

Rückblickend auf die Ereignisse im Herbst 1989 sehen sich die Kirchen auch heute in der Pflicht, mitten in der Gesellschaft dem damaligen Zuruf „Keine Gewalt!“ durch den Kerzenschein erneut Ausdruck zu verleihen. 

Die gemeinsame Initiative „Licht an für Menschlichkeit“ wirbt für die Einhaltung demokratischer Grundregeln und für die damit untrennbar verbundene Achtung eines jeden Menschen. Drohungen und Gewalt gegen Andersdenkende, Journalisten, Politiker, Flüchtlinge, Helferinnen und Helfer zerstören die Grundlagen unserer demokratischen Kultur und stehen im Gegensatz zur christlichen Botschaft der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing fand in seiner Predigt am 25. Oktober in der Dresdner Frauenkirche deutliche Worte: „Wir werden als Kirche Jesu Christi nicht stumm danebenstehen, wenn geistige Brandstifter durch unser Land ziehen und eine Stimmung des Unfriedens und der Unversöhnlichkeit sich ausbreitet. Wir werden Lichter der Menschlichkeit entzünden, wir werden den Ruf des Friedens und der Versöhnung dagegensetzen und immer wieder ertönen lassen.“

Der Diözesanadministrator des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Kutschke, betont: „Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. In einer globalisierten Welt lassen sich Probleme nicht einfach „ausgrenzen“. Als christliche Kirchen haben wir den Auftrag, die Botschaft Jesu der Nächstenliebe und der Geschwisterlichkeit in der Welt von heute zu bezeugen und zu leben. Unsere gemeinsame Initiative kann ein hoffnungsvoller Impuls dazu sein.“ Die gemeinsame kirchliche Aktion soll deutlich machen, dass das Gebot der Menschlichkeit allen gegenüber gilt. Menschlichkeit bedeute dabei zum einen, den Menschen vor Ort zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen. Zum anderen bedeute sie auch die konkrete Unterstützung und Hilfe für alle diejenigen, deren Not wir sehen und erleben. 

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing: „Der Grundsatz der Menschlichkeit ist in der christlichen Botschaft tief verwurzelt, aber er besitzt auch darüber hinaus Gültigkeit. Nur so können wir ein positives gesellschaftliches Klima schaffen, welches wir gerade in herausfordernden Zeiten so dringend brauchen, um die anstehenden Sachfragen zu lösen.“ 

www.lichtanfuermenschlichkeit.de

Kontakt

Gemeinde Kreischa
Dresdner Straße 10
01731 Kreischa
Tel. (035206) 209-0
Fax (035206) 209-28
E-Mail: post@kreischa.de