Kreischa mit Oelsa, Possendorf, Rabenau und Seifersdorf im Ev. - Luth. Kirchspiel Kreischa - Seifersdorf
Jahreslosung 2010
Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Johannes 14,1
Hier finden Sie den aktuellen Gemeindebrief für die Monate September bis Dezember.
Liebe Leserinnen und Leser,
die Ferienzeit ist vorüber. Viele neue Eindrücke haben wir in unseren Alltag mitgenommen und schauen dankbar darauf zurück und erinnern uns mit Freuden. Die 4. Radrüstzeit unserer Kirchgemeinde Kreischa-Seifersdorf hat solche Eindrücke hinterlassen, wir können von einer erlebnisreichen Zeit berichten. Gleich im Voraus möchten wir der Gemeinde Kreischa danken für ihre finanzielle Unterstützung. Diesmal haben sich neun Jugendliche für die sportliche Variante der Erholung entschieden. Darunter einer, der ganz spontan seine Sachen packte und sein Fahrrad funktionstüchtig machte. Dies war möglich, da sich ein Teilnehmer wegen Krankheit abmelden musste.
Am 18. Juli fuhren wir nach dem Gottesdienst gut bepackt zum Hbf Dresden und sind bis Rangsdorf die erste Strecke mit dem Zug gefahren. In Königswusterhausen/Senzig nahm uns die Kirchgemeinde (der Gospelchor der Gemeinde Senzig wird uns im Oktober besuchen) die erste Nacht auf. Am nächsten Tag ging es durch Berlin nach Oranienburg zum Lehnitzsee. Eindrucksvoll war für alle in Oranienburg das KZ Sachsenhausen. Wir konnten uns einen Überblick über die Zeit von 1936 bis 1950 durch einen Film verschaffen. Daraus ergaben sich für unsere Gemeinschaft interessante Gespräche, die uns in die Gegenwart zurückbrachten und die verschiedensten Kriegsschauplätze unserer und vergangener Zeit bedenken ließen. Einige konnten von ihren Urgroßeltern berichten, wie sie die NS-Zeit erlebten und in DDR-Zeiten Gedachtes weitergegeben haben. Wie wichtig ist es, unserer Jugend Erlebtes zu berichten und dadurch vergangene Zeit lebendig werden zu lassen!
Unsere Strecke führte uns, wie letztes Jahr durch die Mecklenburgische Seenplatte. Für uns alle ein großes Glück, denn es war so heiß, dass jeder See willkommen war, um uns Abkühlung zu verschaffen. So haben wir den Mirower See, die Müritz, den Fleesensee, den Drewitzer See, den Krakower See und zu guter letzt die Ostsee intensiv genutzt.
Die zwölf Tage haben wir bei Sonnenschein und Hitze, mit langen Kilometerstrecken erradelt. Sehenswert waren immer wieder die alten Kirchen. Manche schlicht und einfach, durch Feuerflammen niedergebrannt und trotzdem durch helfende Hände neu errichtet. Oder Jahrhunderte alte Gemäuer neu renoviert und farbenfroh, sie erzählten uns von vergangener Geschichte und lebendiger Gemeinde im hier und heute. Manchmal ließ uns ein Orgelspiel zur Ruhe kommen. Erfüllt und gestärkt durch den Klang konnten wir unseren Weg fortsetzen. So erkundeten wir manchen Kirchturm und sahen die Barlachstadt Güstrow und Stralsund hoch über den Dächern.
Auf dem Darß angekommen verbrachten wir eine Nacht am Strand, um die Ostsee mit dem klaren Wasser zu genießen und auszuruhen. Die „Strandlöcher“, die die Jugendlichen buddelten, waren die Attraktion für alle Strandkinder und –eltern. Die letzte Nacht verbrachten wir in einem Gemeindehaus in einem Stadtteil von Stralsund. Von dort unternahmen wir einen Kinobesuch, bummelten zum Hafen und bereiteten uns auf unsere Heimfahrt vor. Wir kamen körperlich fit, braungebrannt und gefüllt mit den vielen Erlebnissen in Dresden an und freuten uns auf unser zu Hause und das eigene Bett.
Es grüßt Sie herzlich auch im Namen von Pfarrer Konrad Adolph
Ihre Gemeindepädagogin Kerstin Wrana