Skip to content

Wetter

© wetter.net

Festsetzung Hochwasserentstehungsgebiet

Bekanntmachung
der Landesdirektion Sachsen
zur öffentlichen Auslegung des Verordnungsentwurfes
zur Festsetzung des Hochwasserentstehungsgebietes „Untere Müglitz/Gottleuba“

I.

Die Landesdirektion Sachsen als obere Wasserbehörde beabsichtigt, eine Verordnung gemäß
§ 76 Abs. 1 Satz 2 des Sächsischen Wassergesetzes (SächsWG) vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl. S. 503), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 2. April 2014 (SächsGVBl. S. 234) geändert worden ist zur Festsetzung des Hochwasserentstehungsgebietes „Untere Müglitz/Gottleuba“ zu erlassen.

II.

Das durch Rechtsverordnung festzusetzende Hochwasserentstehungsgebiet führt die Bezeichnung „Untere Müglitz/Gottleuba“, hat eine Größe von 8.015 ha und erstreckt sich auf Teile der Städte Bad Gottleuba-Berggießhübel, Glashütte und Liebstadt sowie der Gemeinden Dohma, Kreischa, Müglitztal, und Bahretal im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Verordnungsgebiet unterteilt sich in die vier räumlich voneinander getrennt liegende Teilflächen mit 968 ha (nord-westliche), 2.807 ha (westliche), 272 ha (südliche) und 3.968 ha (östliche) Teilflächen.

Die Grenze der nord-westlichen Teilfläche umschließt im Süden die Ortslage (OL) Hausdorf und verläuft weiter, die OL Maxen und Wittgensdorf einschließend, nach Norden. Im Norden der Teilfläche wird die OL Gombsen nicht eingeschlossen. Die Grenze verläuft im Lockwitztal nach Süden die OL Lungkwitz einschließend bis zur Teufelsmühle und weiter über das Tal des Hausdorfer Baches zurück nach Hausdorf.

Die Grenze der westlichen Teilfläche umschließt im Süden die OL Walterdorf und Döbra und ver-läuft weiter das Hochwasserrückhaltebecken Liebstadt einschließend nach Liebstadt. Ab Liebstadt verläuft die Grenze über Herbergen und das Seidewitztal nach Seitenhain, weiter nach Großröhrsdorf und Biensdorf das Seidewitztal querend nach Nentmannsdorf und zurück nach Biensdorf. Ab Biensdorf verläuft die Grenze in einem westlichen Bogen zur OL Burkhardswalde, schließt diese ein und verläuft bis zum Schlossgarten Weesenstein. Ab da verläuft die nördliche Grenze dieser Teilfläche bis zur OL Crotta. Ab Crotta verläuft die Grenze Richtung Süden in das Müglitztal, über Mühlbach entlang des westlichen Müglitztalhanges und das mittlere und untere Schlottwitzgrundtal einschließend zurück ins Müglitztal einschließlich der OL Schlottwitz. Etwa ab dem Haltepunkt Oberschlottwitz verläuft die Grenze im Trebnitzgrund weiter Richtung Süden bis zur OL Döbra.
Der ausgenommene Bereich innerhalb dieser Teilfläche liegt zwischen den OL Liebstadt und Seitenhain.

Die südliche Teilfläche des Verordnungsgebietes erstreckt sich über das obere Seidewitztal ab der Einmündung des Bachs aus Breitenau stromab bis etwas oberhalb des Hochwasserrückhaltebe-ckens Liebstadt. Im Teilgebiet liegt nur die OL Hennersbach.

Die Grenze der östlichen Teilfläche beginnt in der OL Breitenau und verläuft das Gottleubatal querend in östliche Richtung zunächst nördlich vorbei an der OL Oelsen dann diese schneidend weiter ins Tal des Mordgrundbaches. Das Tal des Mordgrundbaches sowie das Tal der Bahra beginnend unterhalb des Hochwasserrückhaltebeckens Buschbach bis einschließlich der OL Bahra bilden diesen Arm der Teilfläche. Darin gelegen sind die OL Hellendorf, Kleppisch und Markersbach.
Aus dem Tal des Mordgrunbaches kommend verläuft die Grenze nördlich der OL Oelsen in das Tal des Oelsenbaches und östlich an der Talsperre Gottleuba vorbei. Dann erweitert sich das Gebiet und die Grenze zieht sich entlang des östlichen Hanges des Gottleubatals die Kurorte Bad Gottleuba und Berggießhübel einschließend bis kurz oberhalb der OL Zwiesel. Die Grenze verläuft dann am westlichen Hang des Gottleubatals zurück bis zur OL Bad Gottleuba, wechselt dann ins Tal des Gersdorfer Baches und verläuft wieder in nördlicher Richtung die OL Gersdorf einschließend bis in die OL Ottendorf und Friedrichswalde. Die Grenze teilt beide OL und verläuft dann nach Süden, kurz entlang der Bahre, dann über die OL Borna und das Tal des Bornaer Baches in das Tal des Wingendorfer Baches. Dort entlang des westlichen Hanges über den unteren Teil der OL Göppersdorf und weiter die OL Wingendorf einschließend und schließlich den Wingendorfer Bach querend ins Tal der Bahre. Aus dem Tal der Bahre wechselt die Grenze südlich der OL Hartmannsbach diese einschließend wieder ins Gottleubatal und verläuft an dessem westlichen Hang zurück zur OL Breitenau. Der ausgenommene Bereich dieser Teilfläche liegt zwischen Hartmannsbach und dem Tal der Bahre.
Der detaillierte Grenzverlauf ergibt sich jeweils aus den Karten der Anlagen.

III.

Der Verordnungsentwurf mit den dazugehörigen Karten und dem Flurstücksverzeichnis liegt in der Zeit 

vom 28. Juli 2014 bis einschließlich 27. August 2014

für jedermann zur kostenlosen Einsichtnahme in der Landesdirektion Sachsen, Dienststelle Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden, Raum 4077, zu den Dienstzeiten (Dienstzeiten: montags bis donnerstags jeweils von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr) aus.

Diese Bekanntmachung des Entwurfes der Rechtsverordnung zur Festsetzung des Hochwasserentstehungsgebietes „Untere Müglitz/Gottleuba“ ist gemäß § 27a des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749, 2753) geändert worden ist,  unter http://www.lds.sachsen.de/bekanntmachung unter der Rubrik Umweltschutz einsehbar.

IV.

Einwendungen gegen die Festsetzung des Schutzgebietes im Verordnungsentwurf können darüber hinaus auch innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Landesdirektion Sachsen schriftlich (Postfach 10 06 53, 01076 Dresden) vorgebracht werden. Wird eine Einwendung zur Niederschrift bei der Landesdirektion Sachsen erwogen, kann diese bei dem Hauptsitz der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz, oder bei den Dienststellen Dresden, Stauffenbergallee 2, 01099 Dresden bzw. Leipzig, Braustraße 2, 04107 Leipzig erhoben werden.

Es gilt das Eingangsdatum. Ein Vorbringen per elektronischer Datenübermittlung genügt dem Schriftlichkeitserfordernis nicht und bleibt daher unberücksichtigt. Einwendungen müssen in leserlicher Schrift den Vor- und Familiennamen sowie die vollständige Anschrift des Einwenders enthalten. Die Landesdirektion Sachsen prüft die fristgemäß vorgebrachten Bedenken und Anregungen.

Kreischa, den 26.06.2014

gez. Frank Schöning
Bürgermeister im Auftrag der Landesdirektion Sachsen

Kontakt

Gemeinde Kreischa
Dresdner Straße 10
01731 Kreischa
Tel. (035206) 209-0
Fax (035206) 209-28
E-Mail: post@kreischa.de